Von 13 auf 1 Tonne CO2 sozialverträglich reduzieren!

Die durchschnittliche Schweizerin respektive der durchschnittliche Schweizer hat einen CO2-Fussabdruck von 13 Tonnen pro Jahr. Dieser Wert ist inklusive der Flüge und der grauen Emissionen (es wird nicht nur der Betrieb eines Systems, sondern auch dessen Produktion berücksichtigt).

Um die verbindlichen Ziele vom gültigen und weltweiten Klimaabkommen von Paris einzuhalten, müssen wir von 13 Tonnen auf (maximal) 1 Tonne pro Jahr runter kommen.

Das heisst: Wir müssen in der Schweiz alle mindestens 13x weniger CO2-Gase in unsere Atmosphäre pusten! Dazu haben wir maximal 30 Jahre Zeit (Klimaneutralität als Ziel des Bundesrates bis 2050).

Es gibt also viel zu tun. Wenn wir jetzt nicht konsequent tätig werden, werden der Schaden und die Kosten für unsere Kinder immer höher. Die Lebenschancen der jungen Generation würden in einem erheblichen und absolut unverantwortlichen Umfang geschmälert. Unsere Unternehmen würden Absatzchancen für innovative und klimaschonende Produkte und Verfahren auf den globalen Märkten verpassen.

Packen wir es an. Setzen wir konkrete Klimaschutz-Massnahmen um. Und das sozial gerecht. Die Instrumente für eine sozial gerechte Klimapolitik sind ein guter Mix von marktwirtschaftlichen Lenkungsabgaben und Verboten.

Um Verbote kommen wir in der Klimapolitik – vor allem aus sozialen Gründen – nicht herum. Sonst besteht die Gefahr, dass sich Gutbetuchte beim Klimaschutz einfach freikaufen können. Das würde dazu führen, dass die weniger Betuchten den Eindruck erhalten, nur sie seien von den Klimaschutz-Massnahmen effektiv betroffen.

Es ist von grösster Bedeutung, dass die Politik den sozialen Ausgleich beim Klimaschutz in der Realität gewährleisten kann.

Wirksame (das heisst effektiv lenkende) Lenkungsabgaben, deren Erträge (möglichst vollständig) an die Bevölkerung und die Unternehmen zurückerstattet werden, sind in ihrer Wirkungsweise grundsätzlich sozial gerecht. Zudem müssen sie randregionenverträglich (höhere Rückerstattung z.B. in Bergkantonen) und aussenhandelsneutral (keine Verzerrungen & Nachteile beim Export) ausgestaltet werden.

Jürgen Schulz

1’911’000’000’000 US-Dollar

1’911’000’000’000 US-Dollar investierten 33 Banken weltweit in 1’800 Unternehmen, die mit Kohle, Gas und Öl ihr Geld verdienen – und das seit dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2016. Auch die UBS und die CS sind mit 27’000’000’000 Dollar am Geschäft beteiligt.

Der Report wurde von sechs NGO’s und Vereinen herausgegeben, die den Rückzug der Banken aus der fossilen Industrie fordern, und anderem weil sie mit ihren Investitionen die Klimakatastrophe vorantreiben.

Quelle: Banking on Climate Change 2019

Aus annabelle 6/19