Grossplakate-Aktion der Klimaplattform der Wirtschaft Zürich

Grossplakate-Aktion für die Klimaplattform der Wirtschaft Zürich und seine 29 Partner aus Privatwirtschaft, Politik und Wissenschaft: Dank dem Sponsor Clear Channel Schweiz AG und dem exklusiven Druckpartner Christinger AG hingen den ganzen Juli 2020 an über 80 Standorten in Stadt und Kanton Zürich und in weiteren Regionen F12-Grossplakate zum nachhaltigen Wirtschaften. In der ersten Staffel auch mit den Partnerunternehmen Swisscom (Schweiz) AG, Dyson SA und Zürcher Kantonalbank.

Fotos anschauen: https://flic.kr/s/aHsmPFUCsT

Beitrag auf Facebook.

3. Livestream Business Lunch mit der SBB AG zu ihrer Klimastrategie

Impressionen vom 3. Livestream Business Lunch mit der SBB AG

«Die Klimastrategie der SBB AG»

148 online Teilnehmende bekamen am 16. Juni 2020 die ambitionierte Klimastrategie der SBB AG präsentiert und erhielten Einblick in den Smart City Lab Basel — dem Testraum für eine nachhaltig Stadtentwicklung. Am 1. September 2020 begrüssen wir Sie dort zum 21. Business Lunch.

Livestream (nochmals) anschauen!

Start mit Begrüssungen ab 14:07
Präsentation Dr. Fabiano Piccinno ab 16:45
Präsentation Dr. Katja Feige 30:58

Fotos betrachten!

Gesamt-Präsentation durchklicken

Präsentation Dr. Fabiano Piccinno durchklicken

Präsentation Dr. Katja Feige durchklicken

Dank an die SBB AG und die Mitwirkenden:

Dr. Fabiano Piccinno, Projektleiter Nachhaltigkeit, SBB AG
Dr. Katja Feige, Senior Projektleiterin Smart City, SBB AG
Christina Meier, Leiter Nachhaltigkeit, SBB AG
Matthias Rücker, Leiter Energieeffizienz, SBB AG
Jürgen Schulz, Initiant Klimaplattform der Wirtschaft

2. Livestream Business Lunch mit IWB zu «Pflanzenkohle»

IMPRESSIONEN VOM ONLINE-EVENT

2. Livestream Business Lunch der Klimaplattform der Wirtschaft Region Basel mit IWB

«Pflanzenkohle – die klimapositive Energie»

Der 2. Livestream Business Lunch aus dem IWB CityCenter in Basel zum Thema «Pflanzenkohle – die klimapositive Energielösung» wurde von 120 Personen online und live mitverfolgt.
Erfahren Sie, wie IWB mit Holzyrolyse in Basel nachhaltig Wärme erzeugen wird und dabei klimaschädliches CO2 gebunden wird. Bei dem angewandten Verfahren entsteht nicht nur klimapositive Wärme, sondern auch ökologisch wertvolle Pflanzenkohle.

Livestream (nochmals) anschauen:
https://youtu.be/2QvXTQSl_4M

Start mit Begrüssungen ab 07:31
Präsentationen zur Pflanzenkohle ab 12:06
Antworten zu den Fragen aus dem Live-Chat ab 28:33

Präsentation durchklicken:
https://issuu.com/klimaplattform-basel/docs/powerpoint_2_livestream_bl_kdwrb.pptx

Fotos betrachten:
https://photos.app.goo.gl/Qaq9Npyq2m2KpyqXA

Dank an IWB und die Mitwirkenden:
Dr. Claus Schmidt, CEO, IWB
Philipp Vögelin, Strategieentwickler & Projektleiter Pflanzenkohle, IWB
Bruno Jordi, Leiter Wärmeverbünde Schweiz, IWB
Jürgen Schulz, Initiant Klimaplattform der Wirtschaft

Newsletter der Klimaplattform der Wirtschaft Region Basel
Website Klimaplattform der Wirtschaft Region Basel
Mehr Informationen zur Pflanzenkohle (IWB)

Der 1. Livestream Business Lunch war ein schöner Erfolg!

Der 1. Livestream Business Lunch der Klimaplattform der Wirtschaft mit Gruner AG vom 29. April 2020 war mit durchschnittlich 164 online Teilnehmenden ein schöner Erfolg! Vielen Dank der Gruner AG, allen Mitwirkenden und dem Team Schulz Kommunikation.


Livestream-Video auf dem YouTube-Kanal
mit Beginn der Begrüssung ab Minute 12:41:

https://youtu.be/a404niG4-y8


Fotos zum Online-Event:

https://photos.app.goo.gl/BqboNJHRKimM1omh7


Präsentation der Gruner AG zum Megaprojekt Grosswärmeverbund Liestal:

https://issuu.com/klimaplattform-basel/docs/200429_gks_51_pp_xxx_klimaplattform.pptx


Newsletter Impressionen Online-Event der Klimaplattform der Wirtschaft Region Basel:

https://newsletter.schulzkommunikation.ch/browser.php?key=362B-01-01-E58F6BD1909D705D1644DB7012EBB99F-3D27930D2F6CACD86EA&rid=1C_02_04_80_x02&RG=2 


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Wer hören will

Aus der Coronakrise lernen – für die Klimakrise

Wer hören will

Die Pandemie mit dem Covid-19 stellt die Weltgemeinschaft vor neue, ungeahnte Herausforderungen, viele Länder und Firmen waren darauf nicht vorbereitet. Das sollte sich bei einer anderen Krise nicht wiederholen: bei der Klimakrise.

Von Christoph Keller*

Wer heute durch die menschenleeren Strassen unserer Städte geht, in die verrammelten Schaufenster von Restaurants, Boutiquen und Coiffeursalons schaut, fragt sich, wie es so weit hat kommen können.
Dass ein Virus, eine Mutation, von einer Fledermaus auf den Menschen übertragen, ganze Industrien lahmlegen, Lieferketten unterbrechen kann, in kürzester Zeit produktive Branchen an die Grenze des Ruins bringt. Wie kommt es, dass innert Wochen Spitäler an ihre Grenzen stossen, und soziale Verwerfungen sichtbar werden, die wir bis anhin zwar wussten, aber so nicht zur Kenntnis nahmen: die prekäre Existenz vieler alleinerziehender Mütter, von Kleingewerblerinnen, von Obdachlosen und auch von Bauarbeitern, nicht zu sprechen von den Menschen in afrikanischen Ländern, die den Gefährdungen durch das Virus nochmals ganz anders ausgesetzt sind.
Die Krise rund um Corona macht vieles sichtbar.
Auch, wie wenig krisenresistent die Anleger an den Kapitalmärkten offenbar sind – flugs haben sie ihre Beteiligung abgestossen, das Vertrauen in die Unternehmen, auf deren Substanz sie noch gerade noch gewettet haben, war in no time dahin. Deutlich wird, wie dünn im Zeitalter der Lean Production die Kapitaldecke vieler Firmen ist, dass sie, über Jahre auf Optimierung getrimmt, heute kaum mehr für ein paar Wochen Reserven bereit haben; und wir können zuschauen, wie rasch ganze Lieferketten zusammenbrechen, wenn nur eine kleine Komponente ausbleibt – die Globalisierung frisst gerade ihre Kinder.
Dabei hätte man sich wappnen können, frühzeitig, wenn man auf Experten wie den Epidemiologen Anthony Fauci gehört hätte, oder auf die Wissenschaftler in Wuhan, die erst vor einem Jahr vor einem Ausbruch des neuartigen Virus gewarnt hatten; dazu aber fehlten sowohl Risikobewusstsein als auch der Wille, die Mittel zur Verfügung zu stellen.
Leider.
Bemerkenswert ist, dass nun ausgerechnet jene Kreise, die während Jahren den Primat des liberalisierten, freien Marktes verteidigten, wieder nach dem Staat als Retter rufen; das war schon in der Finanzkrise so, das war beim Grounding der Swissair der Fall und auch in früheren Krisen.
Mit einem Mal sind Wörter wie «Liquiditätshilfen» und «Konjunkturprogramme» in aller Munde, die Angst vor dem «starken Staat» scheint verflogen; auch setzt man darauf, dass staatliche Einrichtungen wie Spitäler, die noch vor kurzem zuoberst auf dem Sparmenu wirtschaftsnaher Politiker standen, bitte jetzt ihr Bestes tun sollen, um die Menschen möglichst bald wieder gesund zu machen.
Überall Dissonanzen.
Aber was ist daraus für die weitaus heftigere Krise zu lernen, die auf uns wartet, für die Klimakrise? Die eines Tages, wenn wir den Klimaschutz nicht energischer anpacken, viel einschneidender zu einem Breakdown ganzer Volkswirtschaften führen wird, dann, wenn die klimatischen Kipppunkte einsetzen, grosse Gletschermassen abbrechen, viele Küstenmetropolen unter Wasser stehen, wenn der Amazonas verdorrt. Dann wird es nicht mehr nur zu einem temporären Lockdown kommen, zu einer Stillegung von ein paar Wochen.
Die Coronakrise sei «ein Stresstest für künftige Klimaschocks», heisst es in den News von «Bloomberg», und viele, darunter der prominente Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, sagen, so wie beim Klima erlebe die Menschheit heute eine «kollektive Prüfung». Diese Prüfung bestehen jene Staaten gerade viel besser, die erstens Erfahrung mit der Bewältigung von Epidemien (Sars, Schweinegrippe) hatten, und zweitens rasch und entschlossen handelten; Japan, Singapur oder Südkorea brachten die Epidemie effizient in den Griff. Vorsorge und Risikobewusstsein zahlen sich offenbar aus, und (so das erste Learning) das gilt auch für die bevorstehende Klimakrise – nur, wer frühzeitig, antizipierend handelt, mindert das Risiko effektiv.
Als zweites wäre zu lernen, dass es lohnt, auf die Stimmen der Wissenschaft zu hören – es hätte sich ausbezahlt, wissenschaftliche Warnungen vor der nächsten Pandemie ernst zu nehmen und Pandemiepläne zu etablieren, und genauso zahlt sich aus, Absenkpfade für CO2 gemäss den Vorgaben des IPCC zu planen und umzusetzen.
Das dritte Learning ist, dass wir wieder mehr Resilienz brauchen, mehr «Puffer» im System, weniger Risiken. Und das heisst, für die Klimafrage, dass wir so rasch wie möglich auf ein Wirtschaftsmodell umschwenken sollen, das Risiken minimiert oder zumindest abfedert. Jetzt ist die Abkehr angesagt von einem Wirtschaftsmodell, das mit jeder Tonne CO2 das Risiko des klimatischen Kollapses potenziert, jetzt ist die Zeit für ein klimafreundliches (und damit auch: generationenfreundliches) Energiesystem, und für eine zirkuläre, ressourcenschonende Wirtschaftsweise, die den Erhalt und die Pflege der Biosphäre sichert – weil es ohne Regenwald, Artenvielfalt, Korallenriffe kein auch nur annähernd stabiles Klima geben wird.
Viertens:
Führen disruptive Ereignisse, wie etwa grosse Krisen dazu, dass die Karten neu gemischt werden, lehrte der Ökonom Milton Friedman. Und zurzeit sieht es so aus, als ob der Staat in diesem Spiel gerade die besseren Karten hat als die Wirtschaft; ausgerechnet der Staat, den viele am liebsten tot-gespart hätten, sichert in diesen Zeiten die Existenz vieler Unternehmen, vieler Arbeitnehmerinnen. Eine temporäre Erscheinung, werden viele sagen, doch die Tatsache ist, dass dieses Engagement schon heute an die Leistungsgrenzen der Staaten stösst; und mit Blick auf die zu befürchtende Klimakrise ist zu befürchten, dass die Staaten beim Eintritt der heftigen, katastrophalen klimatischen Ereignis-sen tatsächlich nicht mehr als Retter werden auftreten können. Denn die Verwerfungen, die Schäden und die Bruchstellen werden so massiv sein, dass auch Staaten (und die Staatengemeinschaft) restlos überfordert sein werden; und es ist fraglich, ob es dann noch so etwas geben wird wie eine funktionierende «Gesellschaft».
Nur schon aus Eigeninteresse heraus sind die Staaten also gut beraten, ihre Klimapolitik (auch unter dem Druck der Öffentlichkeit) so auszurichten, dass sie nicht in die unmögliche Lage kommen, per Notrecht eine Welt, die klimatisch, und damit auch wirtschaftlich und sozial aus den Fugen geraten ist, «retten zu müssen». Sie werden aus ihrem eigenen Interesse heraus (Learning fünf) Wirtschaft und Gesellschaft frühzeitig auf den Pfad der Nachhaltigkeit und der Klimafreundlichkeit bringen wollen, solange dies mit demokratischen Mitteln noch möglich ist; mit einem Green New Deal oder mit anderen Massnahmen.
Deshalb wäre es auch aus unternehmerischer Sicht ratsam, und das ist Learning sechs, heute schon und um seiner selbst Willen, die Weichen für eine andere, eine nachhaltige, klimafreundliche Zukunft zu stellen. Nicht zuzuwarten, bis der regulierende Staat eingreift, sondern antizipierend, vorausschauend im eigenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld jene klimafreundliche Zukunft vorwegzunehmen, die es braucht; und dafür zu sorgen, durchaus Hand in Hand mit dem regulierenden Staat, dass die Regeln für alle fair, transparent und nicht wettbewerbsverzerrend sind.
Jeder um seiner selbst Willen, weil es hier buchstäblich um die Zukunft aller geht, also auch um die eigene.
Und ja, Learning sieben:
Wie das gehen könnte, haben unzählige Unternehmerinnen und Unternehmer, die als First Movers vorangegangen sind, gezeigt – von einem Walter Schmid, der das Biogas erfunden hat und das CO2freie Bauen, von einem Walter Renggli, dem Pionier von Holzbau und Minergie, hin zu Antoinette Hunziker-Ebneter mit dem nachhaltigen Investmentfonds Forma Futura, und zu den Architektinnen, die sich mit «Countdown2030» zum CO2-neutralen Bauen verpflichtet haben. Und nicht zuletzt jene Firmen und Verbände, die sich auf Plattformen wie der Klimaplattform für einen klimafreundlichen, nachhaltigen Weg entschieden haben.

* Christoph Keller ist Journalist und Autor, zuletzt ist von ihm erschienen «Benzin aus Luft – eine Reise in die Klimazukunft», rotpunktverlag 2019; er verantwortet unter anderem den Podcast «treibhaus», der regelmäßig über die brennenden Fragen rund um Klima und Gesellschaft aufgreift, www.podcastlab.ch